Diese köstlichen Puddingtaschen sind genauso gut wie vom Bäcker

Diese köstlichen Puddingtaschen sind genauso gut wie vom Bäcker

In deutschen Backstuben gehören Puddingtaschen zu den beliebtesten Klassikern, die Jung und Alt gleichermaßen begeistern. Diese gefüllten Hefeteiggebäcke mit cremiger Vanillepuddingfüllung und zartem Zuckerguss vereinen perfekt knusprige Außenseiten mit weicher, süßer Füllung. Während viele Menschen davon ausgehen, dass solch köstliche Backwaren nur vom professionellen Bäcker gelingen können, beweist dieses Rezept das Gegenteil. Mit etwas Geduld, den richtigen Zutaten und präzisen Handgriffen lassen sich diese Gebäckstücke problemlos in der heimischen Küche herstellen. Der Hefeteig benötigt zwar ausreichend Ruhezeit zum Aufgehen, doch der Aufwand wird durch das Ergebnis mehr als belohnt. Frisch aus dem Ofen duftend und noch leicht warm serviert, übertreffen selbstgemachte Puddingtaschen oft sogar die Qualität gekaufter Varianten.

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moyen

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Hefeteig vorbereiten

Die lauwarme Milch in eine große Schüssel geben und die Trockenhefe hineinstreuen. Einen Teelöffel Zucker dazugeben und etwa fünf Minuten stehen lassen, bis die Hefe zu schäumen beginnt. Dies zeigt an, dass die Hefe aktiv ist und der Teig gut aufgehen wird. Die geschmolzene, aber nicht heiße Butter, das Ei, den restlichen Zucker und eine Prise Salz zur Hefemischung geben. Das Mehl nach und nach hinzufügen und alles zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, aber noch leicht klebrig sein. Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und den Teig an einem warmen, zugfreien Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

2. Vanillepudding zubereiten

Während der Teig ruht, den Pudding für die Füllung vorbereiten. Das Puddingpulver mit dem Zucker und drei Esslöffeln der kalten Milch in einem Topf glattrühren. Die restliche Milch erhitzen, bis sie fast kocht. Die heiße Milch unter ständigem Rühren zur Puddingmischung gießen und alles kurz aufkochen lassen, bis der Pudding andickt. Den fertigen Pudding in eine Schüssel umfüllen, direkt mit Frischhaltefolie abdecken, sodass diese die Oberfläche berührt. Dies verhindert die Bildung einer Haut. Den Pudding vollständig abkühlen lassen, idealerweise im Kühlschrank.

3. Teig ausrollen und formen

Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kurz durchkneten, um die Luft herauszudrücken. Den Teig etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen. Mit einem Glas oder einer runden Ausstechform Kreise von etwa zehn Zentimetern Durchmesser ausstechen. Die Teigreste können erneut ausgerollt und verarbeitet werden. Jeden Teigkreis mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

4. Taschen füllen und verschließen

Den abgekühlten Pudding mit einem Löffel oder Schneebesen noch einmal glattrühren, falls er zu fest geworden ist. Etwa einen gehäuften Esslöffel Pudding in die Mitte jedes Teigkreises geben. Dabei einen Rand von mindestens zwei Zentimetern freilassen. Die Teigränder leicht mit Wasser befeuchten, dann den Teig zur Hälfte über die Füllung klappen, sodass eine Halbmondform entsteht. Die Ränder fest zusammendrücken und mit einer Gabel dekorativ versiegeln. Dies sorgt dafür, dass während des Backens keine Füllung austritt.

5. Backen

Den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. Die gefüllten Taschen noch einmal etwa 15 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, damit sie leicht aufgehen können. Die Oberfläche jeder Tasche mit verquirltem Ei oder etwas Milch bestreichen, um eine schöne goldene Farbe zu erhalten. Die Puddingtaschen im vorgeheizten Ofen etwa 15 bis 18 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Die Backzeit kann je nach Ofentyp leicht variieren, daher nach 15 Minuten kontrollieren. Die fertigen Taschen aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

6. Zuckerguss vorbereiten und auftragen

Während die Puddingtaschen abkühlen, den Zuckerguss anrühren. Den Puderzucker in eine kleine Schüssel sieben und mit dem Zitronensaft verrühren. Falls der Guss zu dick ist, tropfenweise etwas Wasser hinzufügen, bis eine dickflüssige, aber streichfähige Konsistenz erreicht ist. Der Guss sollte langsam vom Löffel fließen. Die vollständig abgekühlten Puddingtaschen mit dem Zuckerguss bestreichen oder beträufeln. Den Guss etwa 20 Minuten antrocknen lassen, bevor die Taschen serviert werden.

Lukas Funkelnberg

Tipp vom Chefkoch

Um besonders luftige Puddingtaschen zu erhalten, sollte die Milch für den Hefeteig wirklich nur lauwarm sein, da zu heißes Wasser die Hefe abtöten würde. Ein bewährter Trick besteht darin, den Teig im leicht angewärmten, aber ausgeschalteten Backofen gehen zu lassen. Für eine noch intensivere Vanillenote kann dem Pudding das Mark einer halben Vanilleschote hinzugefügt werden. Wer keine Zeit hat, den Pudding selbst zu kochen, kann alternativ fertigen Vanillepudding aus dem Kühlregal verwenden, sollte diesen aber vorher gut abtropfen lassen. Die fertigen Puddingtaschen lassen sich übrigens hervorragend einfrieren und bei Bedarf kurz im Ofen aufbacken.

Passende Getränke zu Puddingtaschen

Zu diesen süßen Hefeteiggebäcken passen klassischerweise heiße Getränke besonders gut. Ein frisch gebrühter Filterkaffee oder ein kräftiger Espresso bilden einen wunderbaren Kontrast zur Süße der Puddingtaschen. Für Teeliebhaber empfiehlt sich ein milder schwarzer Tee wie Earl Grey oder ein aromatischer Rooibos-Tee. Kinder freuen sich über ein Glas kalte Milch oder einen warmen Kakao. An heißen Sommertagen harmoniert auch ein Glas eisgekühlte Milch hervorragend mit dem cremigen Gebäck. Wer es besonders festlich mag, kann zum Sonntagsbrunch auch einen Milchkaffee oder Cappuccino servieren.

Zusätzliche Info

Die Puddingtasche gehört zu den traditionellen deutschen Backwaren, die ihre Wurzeln in der klassischen Bäckerskunst haben. Ursprünglich wurden solche gefüllten Hefeteiggebäcke in norddeutschen Bäckereien hergestellt und erfreuen sich seit Generationen großer Beliebtheit. Die Kombination aus luftigem Hefeteig und cremiger Vanillefüllung macht sie zu einem perfekten Gebäck für jede Tageszeit. In vielen deutschen Bäckereien werden Puddingtaschen auch unter Namen wie Puddingschnecken oder Puddingteilchen angeboten. Regional gibt es unterschiedliche Varianten, manche mit Schokoladenpudding gefüllt, andere mit Früchten ergänzt. Die hier vorgestellte Variante mit Vanillepudding und Zuckerguss entspricht der klassischen Form, wie sie in den meisten Bäckereien zu finden ist. Das Besondere an selbstgemachten Puddingtaschen ist die Frische und die Möglichkeit, die Süße nach eigenem Geschmack anzupassen.

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